Pflanzenwesen

Hirtentäschel & der Blick ins Innerste

Das Hirtentäschel weist uns den Weg in die eigene Mitte

Dieses zarte Wildkraut erinnert uns, den Blick in unsere eigene Mitte zu richten. Und nicht nur den Blick, sondern auch unser Handeln. Sobald wir unsere Mitte erkannt haben, unser inneres Leuchten sehen können, so können wir gar nicht anders, als auch aus diesem Leuchten heraus zu handeln. Manchmal, vor allem in jüngeren Jahren, machen wir uns das Leben mit zu zielstrebigem und übermäßigem Handeln schwer. Der Blick ist in die Welt gerichtet. Wir suchen die Antworten in der Welt, im Außen, bei anderen, in den Dingen. Aber so funktioniert es nicht, denn die Welt, also unsere Umwelt, ist nur ein Spiegel unserer Selbst. So wie es uns in unserem Inneren geht, so gestaltet sich unsere äußere Realität. Wenn wir dort etwas erblicken, was uns nicht behagt, dann müssen wir unser Inneres verändern, um dann das Gewünschte im Außen zu manifestieren. Hierbei unterstützt uns das Hirtentäschel, vielleicht als Tee, Tinktur oder im Salat gegessen.

Ich weiß gar nicht, ob es Menschen gibt, die dies in jungen Jahren schon so klar begriffen haben. Ich musste auf jeden Fall eine Weile in der Welt suchen, bevor ich gelernt habe, die Lösung in mir zu finden. Und darauf macht einen das Hirtentäschel mit seinen kleinen Herzen, die wie Pfeile in seine Mitte zeigen, aufmerksam. Und wenn Du auf Deinen Wald- und Wiesenwanderungen genau hinsiehst, wird Dir das Hirtentäschel in seiner zarten Gestalt sehr häufig begegnen und immer wieder daran erinnern. So schön!

Ein bisschen über die Magie des Hirtentäschels als Frauenheilkraut

In dem Buch Von Salbei, Klee und Löwenzahn. Praktisches Kräuterwissen für Frauen wird wunderbar beschrieben, wie uns das Hirtentäschel in die eigene Mitte zurückbringt, wenn wir uns dezentriert fühlen. Es ist ein Frauenkraut, es stärkt uns, uns selber zu erkennen und diese Erkenntnis dann auch nach Außen zu vertreten. Es verleiht emotionale Stärke. Es schraubt sich spiralförmig in die Tiefe, um zum Kern der Dinge vorstoßen zu können. So ähnlich habe ich es auch empfunden, als ich mich mit diesem wundervollen Kraut verbunden habe.

Ein paar Fakten über das Hirtentäschel

Im Frühjahr sind als erstes die Blattrosetten zu sehen, die als frisches Grün für einen Salat geerntet werden können. Auch die Wurzel ist im Frühjahr zart und essbar, lasst aber unbedingt noch etwas stehen und grabt nicht den ganzen Bestand aus. Später können dann die Blüten und herzförmigen, leicht scharfen, Samentaschen gegessen werden. Ich liebe es, auf Wanderungen an ihnen herum zu knabbern. Als Tee oder Tinktur wirkt das Hirtentäschel durch die Aminosäure Tyramin blutstillend bei Wunden, Zahnfleischbluten oder zu starker Regelblutung. Außerdem enthält es Vitamine und Mineralstoffe, Saponine und wie fast alle Kreuzblütler Senfölglykoside.

Wenn Du mehr über Wildkräuter erfahren möchtest, so kann ich Dir dieses ganz wundervolle Buch empfehlen: Wildpflanzen zum Genießen von Rita und Frank Lüder

Schreib doch gerne etwas in die Kommentare. Wo hast Du das Hirtentäschel schon gefunden? Wozu hast Du es geerntet? Was bedeutet es für Dich? Du kannst auch Deine Website eintragen, so kannst Du ein wenig Werbung für Dich machen und Dich verlinken.

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